Abstract
Der Artikel beleuchtet am Beispiel der Künstlergruppe The Yes Men das Potential von Fakes als Diskurskritik in actu. Durch Rekurs auf Michel Foucaults Machtkonzeption wird gezeigt, dass ihre internetgestützten Fake-Strategien nicht nur durch Täuschung, Imitation und Parodie den herrschenden politischen und ästhetischen Diskurs zu irritieren vermögen. Vielmehr wird der Blick darauf gelenkt, dass durch die diskursiv-ästhetischen Interventionen der Yes Men die Funktionsweise von ›Macht‹ selbst thematisch wird, so dass Machtbeziehungen in Kommunikationsbeziehungen sichtbar werden. Die experimentelle Sichtbarmachung dieser Beziehungen gewinnt dabei strategische Bedeutung für deren mögliche Transformation.