Monströse Gegenstände – Über Fälschungen als Erkenntnisobjekte im zweifachen Sinne, in: Zeitschrift für Kulturwissenschaften 1 (2007), S. 39-51
Monströse Gegenstände – Über Fälschungen als Erkenntnisobjekte im zweifachen Sinne, in: Zeitschrift für Kulturwissenschaften 1 (2007), S. 39-51
Abstract
Eine kulturwissenschaftliche und wissenshistorische Darstellung der gefälschten sogenannten Würzburger Lügensteine, die in der ›Lithographiae Wirceburgensis‹ (1726) verewigt wurden. In Anlehnung an Foucaults archäologisches Beschreibungsvokabular wird eine Methodik zur Analyse von Fälschungen als Erkenntnisobjekte in zweifacher Hinsicht entwickelt: zum einen als akzeptable wissenschaftliche Gegenstände im jeweiligen Diskurs, in dem sie zirkulierten; zum anderen als Forschungsgegenstände, die heute über diese (historische) Akzeptabilität Auskunft geben und sie ex post infrage stellen.